Stadthistorie Hannover
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St. Marienkirche Hainholz vorheriger Ort nächster Ort

Die Historie der St. Marienkirche in Hannover-Hainholz beginnt im Jahr 1394 mit der ersten urkundlichen Erwähnung eines wundertätigen Marienbildes, das den Ort im ausgehenden Mittelalter zu einem bedeutenden regionalen Wallfahrtsziel machte. Der bis heute erhaltene gotische Chor aus Bruchsteinmauerwerk entstand in der Bauphase zwischen 1409 und 1424, woraufhin das Gotteshaus am 11. Juni 1425 durch Herzog Otto II. offiziell bestätigt wurde. Nach der Einführung der Reformation in Hannover 1533 wandelte sich die einstige Pilgerstätte in eine evangelische Pfarrkirche, die im Jahr 1543 ihre Unabhängigkeit von der städtischen Kreuzkirchengemeinde erlangte. Aufgrund des Bevölkerungswachstums und der Baufälligkeit der alten Substanz wurde das ursprüngliche Kirchenschiff 1825 abgetragen und bis 1828 durch einen klassizistischen Neubau des Konsistorialbaumeisters Ludwig Hellner ersetzt. Ihr heutiges markantes Erscheinungsbild erhielt die Kirche schließlich im Jahr 1895, als der Turm mit seinem charakteristischen spitzen Helm sowie das Kirchenschiff umfassend im neugotischen Stil überformt wurden, wobei der historische Chor aus dem 15. Jahrhundert als wertvollstes mittelalterliches Baudenkmal des Stadtteils in das Ensemble integriert blieb.


Zugeordnete Stadttafeln

1350
1822
1888
1926